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08.11.2008
Sportler des Jahres in Schönewalde gewählt
„Ich bin froh, das miterlebt zu haben!“ Worte einer Diskusweltmeisterin die nicht nur wie Öl herunter gehen. Sie bestätigen die Traditionsveranstaltung „Wahl zum Sportler des Jahres“ des SV Linde Schönewalde ein weiteres Mal. Bereits im 33. Jahr in Folge wird die Veranstaltung von Trainer Dieter Wils für seine Abteilung Leichtathletik durchgeführt. Große Namen stehen immer auf der Einladung. Meist sind es erfolgreiche Sportler, mit denen sich der Nachwuchs identifiziert, und aus deren Erfahrungen er lernen kann.
So saßen am Samstag die Welt-, Europa- und deutsche Meisterin im Diskuswurf, Franka Dietzsch, und der Olympiasieger im Kugelstoßen, Udo Beyer, als Ehrengäste im Präsidium. Für Udo war es bereits das siebente Mal. „Wenn Dieter Wils ruft, dann komme ich gern nach Schönewalde“, räumt er unisono mit German-Meeting-Direktor Ulrich Hobeck ein, welcher sogar von einer „Pflichtveranstaltung“ spricht.
Der Zusammenhalt und die Disziplin der Linde-Sportler sind es, die den Ehrengästen immer sofort ins Auge stechen, aber natürlich auch die erbrachten sportlichen Leistungen. Für die Leichtathleten war das Jahr 2008 ihr bisher erfolgreichstes. Aus der Rede des Trainers ging dies anhand der verlesenen Zahlen sehr gut hervor. An 42 Wettkämpfen nahmen die Schönewalder bis dato teil und erreichten 454 Plätze auf dem Siegerpodest – davon 196 Mal ganz oben.
Und auch der Jahreshöhepunkt, ein Wettkampf im schwedischen Helsingborg, wurde mit dem Rekordwert von 32 Medaillen und 59 neuen persönlichen Bestleistungen zum unvergesslichen Erlebnis für Trainer und Sportler. Zehn Schönewalder Athleten führen die brandenburgische Jahresbestenliste in ihren Disziplinen an. Fünf Sportler finden sich sogar unter den besten Zehn der deutschen Jahresbestenliste. Dazu zählen Kugelstoßerin Emma Lena Schulze, die mit ihren erreichten 11 Metern den dritten Platz hält. Diese Leistungen sind sicher auch der Grund, warum die Abteilung Leichtathletik nicht mit Nachwuchssorgen zu kämpfen hat.
Die höchste Teilnehmerzahl an einem Trainingstag lag bei 37 Kindern. Wettkämpfe werden bei solchem Mitgliederzuwachs zu einer mittelschweren logistischen Meisterleistung. Denn nach wie vor wird der Transport fast ausschließlich durch private Pkw abgesichert. Ohne die Mithilfe der Eltern wäre dies gar nicht zu stemmen. Und auch die Startgelder wurden in den letzten Jahren immer mehr und steigen proportional mit den Mitgliederzahlen.
Hier gilt der besondere Dank des Trainers den zahlreichen Sponsoren, die mit ihrer Unterstützung einen wichtigen Pfeiler in der Nachwuchsarbeit bilden. Ein weiterer Dank des Trainers ging an seine Schützlinge für deren gezeigte Leistungen, ihren Fleiß und die Disziplin. Diese Punkte waren für die Wahl zum Sportler des Jahres sicher auch ausschlaggebend.
Aber hier überwog doch das subjektive Empfinden des Sportnachwuchses, der den Besten und die Beste aus den eigenen Reihen wählte. Rund 40 junge Athleten standen zur Auswahl. Bei den Mädchen siegte Kugelstoßerin Emma Lena Schulze vor Lara Luisa Wolff, Janin Danneberg und Selma Ritter. Damit der oftmals so gescholtene „undankbare“ vierte Platz dies nicht mehr ist, bekamen zur Ehrung auch die Vierten noch einen Pokal. Bei den Jungen schaffte es in diesem Jahr erstmals der Potsdamer Sportschüler und Mehrkämpfer Christopher Ehrentraudt auf den ersten Platz. Ihm folgten Benedikt Krüger, Conrad Naumann sowie Marc Janner. Auch die anderen Sportler wurden unplatziert aufgerufen und bekamen neben dem neuen Vereinsshirt Blumen von den Ehrengästen überreicht.
In entspannter Atmosphäre ließen sich die Ehrengäste noch so manche Begebenheit aus ihrer Sportlerkarriere entlocken. Und auch das Erfolgsrezept für ihre tolle Karriere gab Franka Dietzsch preis: „Ein Glas Rotwein vor dem Wettkampf“. Dass sich diese Aussage nur auf den Abend vor dem Wettkampf bezog, wollte die Athletin nach der Veranstaltung noch einmal klar stellen.

Christian Nitsche
erschienen am 10.11.2008
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