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26.01.2006
Janett läuft jetzt in Salt Lake City
Seit August studiert sie nun schon an der University of Utah in Salt Lake City Sport-Eventmanagement Ein Stipendium ermöglicht ihr für ein Jahr das Studium über dem großen Teich. Wie sie dazu kam und wie es ihr in der Ferne ergeht, verriet sie der Jugendredaktion bei einem Interview.

Wie bist du zu dem Stipendium gekommen?
Die Uni stellt für verschiedene Sportarten Stipendien zur Verfügung. Die Trainer gehen dann auf nationaler und internationaler Ebene auf Talentsuche. In meinem Fall hatte der Trainer einen deutschen Bekannten, der ihm die deutschen Bestenlisten zugesandt hat. Aufgrund der Leistungen wurde ich im Frühjahr 2005 angesprochen, ob ich Lust hätte, ein Jahr in den USA zu studieren und im Uni-Team zu trainieren. Alles Weitere wurde telefonisch geregelt, nur zur Vertragsunterzeichnung kam der Trainer nach Deutschland.

Für ein Studium im Ausland sind ja auch gewisse Sprachkenntnisse notwendig. Warst du dir von Anfang an sicher, dass du das so einfach packst?
Um überhaupt ein Visum für den Studienzeitraum zu bekommen musste ich den TOEFL-Test der USA bestehen. Ein harter Test in dem überprüft wird, ob man die Mindestanforderungen an die englische Sprache erfüllt. Nachdem ich diesen gemeistert hatte, musste ich noch einen Test von der Universität bestehen, wo Wissen aus verschiedenen Schulfächern abgefragt wurde.

Mit dem Abflug von Deutschland warst du auf einmal völlig allein auf dich gestellt, wie kamst du damit klar?
Nach Ankunft in Salt Lake City gab es für uns eine Einführungswoche. Zudem wurden uns Studenten zur Seite gestellt, die uns mit Rat und Tat bei der Eingewöhnung halfen. So richtig allein hab ich mich da nie gefühlt.

Haben sich neben den schulischen Anforderungen auch die des Trainings verändert?
Au ja! In der ersten Zeit war ich vom Training wie erschlagen. Die Strecken sind sehr anspruchsvoll und ungeheuer bergig. Immerhin liegt Salt Lake City in 3000 Meter Höhe, da ist die Luft für uns Flachländer schon richtig dünn. Der Abstand zu den Läuferinnen aus meiner Trainingsgruppe schwand aber mit der Zeit. Einmal am Tag wird trainiert, dafür aber viel intensiver und umfangreicher als zu Hause. Für das Wohl der Sportler werden an unserer Uni keine Kosten und Mühen gescheut.

Wie ist das zu verstehen?
Neben unserem Trainer sind auch immer zwei Physiotherapeuten beim Training und den Wettkämpfen anwesend. Die Athleten sind da in besten Händen, denn feste Muskeln, Zerrungen und andere Wehwehchen können sofort behandelt werden. Ein Highlight war der Flug zum Wettkampf in Arkansaw. Mit dem Auto war das viel zu weit. Ansonsten sind achtstündige Autofahrten zu Wettkampforten keine Seltenheit. Die Kosten für Unterkunft und Anreise übernimmt die Uni.

Du hast dich ja anscheinend gut eingelebt. Gibt es trotzdem noch Sachen die dir nach der Zeit schwer fallen?
Die Hausarbeiten! Da sitz ich natürlich viel länger als meine amerikanischen Kommilitonen, das ist sehr arbeitsintensiv. Um auf Nummer Sicher zu gehen, lass ich die Arbeiten dann immer noch einmal kontrollieren. Und jeden Tag nur Berge um sich zu sehen, wenn man sonst nur das Brandenburger Flachland gewohnt ist, find ich persönlich auch etwas anstrengend.

Wie sieht dein weiterer Studienweg aus, möchtest du nach dem Jahr noch länger in den USA bleiben?
Ich komm auf jeden Fall im Sommer wieder zurück. Dann möchte ich das Studium in Deutschland fortführen, um auch mal das deutsche Studiensystem kennen zu lernen und vergleichen zu können. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ich im Laufe des Studiums wieder ein Stipendienjahr wahrnehme und in die USA zurückkehre.
Für das Interview bedankt sich Christian Nitsche.

Christian Nitsche
erschienen am 26.01.2006
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