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22.11.2004
Elisa und Conrad sind Sportler 2004
Es war zwar erst das 29. Mal, dass der SV Linde seine Sportler des Jahres gewählt hat, aber prominente Gäste zeigten sich, als wenn schon ein rundes Jubiläum gefeiert werden sollte.
Angesichts der Besucher schien an diesem Tage auch der sonst souveräne Linde-Trainer Dieter Wils sichtlich nervös.
Schließlich sitzt man nicht alle Tage an einem Tisch mit Astrid Kumbernuss, Olympiasiegerin und erfolgreichste Kugelstoßerin aller Zeiten, Christine Trettin-Errath, Welt- und Europameisterin sowie Olympia-Dritte im Eiskunstlauf, und Udo Beyer, Olympiasieger und Weltrekordler im Kugelstoßen. Die Reihe der prominenten Sportler wurde ergänzt durch Ulrich Hobeck, Ausrichter von zwei populären Leichtathletikmeetings in Cottbus, und Hans-Joachim Wolfram, der mit seinem Fernsehteam eine Sendung über die Veranstaltung für das MDR-Fernsehen gedreht hat.
Am Eingang gaben alle dreißig zur Wahl stehenden Sportler und die restlichen Mitglieder des Vereins ihre Stimme ab. Alle waren schon sehr gespannt, wer denn in diesem Jahr das Rennen bei der Wahl des Sportlers des Jahres 2004 machen würde.
Doch ehe sie das erfuhren, ließ Trainer Wils das Sportjahr 2004 noch einmal Revue passieren. Das war wieder ein recht erfolgreiches. In 44 nationalen und internationalen Wettkämpfen fanden sich die Linde-Athleten 163 Mal ganz oben auf dem Siegerpodest. Aus Schweden brachten sie von den Öresundspielen, die den Jahreshöhepunkt bilden, trotz widrigster Wetterbedingungen 21 Medaillen nach Hause, von denen vier sogar golden glänzten. Das ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Schönewalder ganzjährig im Freien trainieren – bei jeder Witterung.
Folgend kam der Trainer nicht umhin, noch einige Worte zur Entwicklung eines jeden seiner Schützlinge zu sagen. Eines kam dabei klar zum Ausdruck: An Leistungsbereitschaft und Ehrgeiz mangelt es bei den Schönewaldern nicht.
Auch die Schattenseiten der Vereinsarbeit musste Dieter Wils den Anwesenden vor Augen führen. So läuft ohne Sponsoren und großes Engagement der Eltern gar nichts mehr. Die vergangenen Wettkämpfe mussten alle mit eigenen Mitteln bestritten werden, da vom Verein ein Startverbot wegen fehlender Finanzen erteilt wurde. Dann war es aber endlich soweit. Nach und nach wurden Gruppen von Athleten aufgerufen, die es nicht unter die ersten Drei geschafft hatten. Von Astrid Kumbernuss bekamen sei eine Rose überreicht und von Christine Trettin-Errath einen neuen Vereinsrucksack. Die sechs Übriggebliebenen hatte einen Pokal schon sicher. Beliebteste Sportlerin 2004 wurde zum wiederholten Mal Elisa Schmidt, gefolgt von Katja Kneese und Anne-Kathrin Mahling. Bei den Jungen sicherte sich Conrad Naumann den größten Pokal. Auf die weiteren Plätze kamen Robert Harzbecher und Kurt Bratz.
Nachdem alle Anspannung verflogen war, stellten sich die prominenten Gäste den zahlreichen Fragen des Publikums. Nach Ende der Veranstaltung bat das Fernsehteam des MDR alle noch einmal in die Turnhalle der Gesamtschule. Hier wurden der Trainer interviewt und diverse Einstellungen für die erste Sendung «Außenseiter-Spitzenreiter» im neuen Jahr aufgezeichnet. Den genauen Sendetermin erfahren Sie, sobald er bekannt ist, aus Ihrer RUNDSCHAU. Astrid Kumbernuss reiste übrigens gleich nach der Wahl wieder ab, weil sie mit dem Auto noch bis nach Neubrandenburg fahren musste. Von unterwegs rief sie an, dass sie wegen überfrierender Nässe wohl wenigsten zwei Stunden später zu Hause ankommen würde. Die Schönewalder Wahl werde sie trotzdem in schöner Erinnerung behalten. Dass ein kleiner Ort eine so tolle Sporttruppe hat und prominente Gäste wie sie regelmäßig gern hierher kommen, beeindruckte sie.

von Christian Nitsche
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